84 Prozent der Grünen-Wähler befürworten Böllerverbot an Silvester – Ein Plädoyer gegen Bevormundung und Verbote

Wie bereits im vergangenen Jahr, haben sich Bund und Länder vor einigen Wochen auf ein Feuerwerksverbot an Silvester geeinigt. Produzenten wie etwa das Freiberger Pyrotechnik-Unternehmen WECO musste nun nach einem erneuten Böllerverbot bereits seine Tore schließen – und das, obwohl das Unternehmen drei Jahrhunderte, Wirtschaftskrisen und Kriege überstand. Nur, um dann durch unsere Regierung in die Pleite getrieben zu werden. Mit der Entscheidung gegen Feuerwerk haben Bund und Länder auf Basis von falsch gesetzter Panik riskiert, dass es jetzt endgültig aus sein könnte für die Branche.

Im Rahmen des diesjährigen Böllerverbotes führte das Meinungsforschungsinstitut YouGov eine Umfrage durch, um näher in Erfahrung zu bringen, wie viele Deutsche diese Entscheidung unterstützen. Das Ergebnis: Ein Drittel der Bevölkerung empfindet das Feuerwerkverbot als eine gute Entscheidung – allen Voran Wähler der Grünen, welche sich mit 84 Prozent für das Verbot ausgesprochen haben. Zahlen, die mich mit Unbehagen füllen.

Gegen Freiheit und Tradition soll in inzwischen bekannter Manier wieder einmal etwas verboten werden, weil die Mehrheit es (angeblich) ablehnt. Dabei stelle ich mir die Frage: Wer von uns ist als Jugendlicher nicht mit Feuerwerkskörpern im Schlepptau an Silvester durch die Straßen gezogen? Das Böllern zum 31. Jedes Jahres hat sich als feste Tradition eingebürgert, die nun, so wie viele andere Traditionen auch, abgeschafft werden soll.

Für die Grünen bietet sich Corona da als Mittel zum Zweck an – fordern sie doch seit Jahren, Feuerwerk an Silvester gänzlich abzuschaffen. Dass ein solches Verbot hier jedoch für heruntergesparte Intensivstationen mit fehlendem Personal herhalten muss, stellt wieder einmal dar, wie häufig in der Bundesrepublik inzwischen um Probleme herumregiert wird, anstatt sie an der Wurzel zu packen. Die Überlastung von Krankenhauspersonal wird auf lange Sicht durch den Bankrott einer ganzen Branche sicherlich nicht gestoppt. Stattdessen soll nun auch noch das letzte bisschen Spaß geraubt, das einen für einen kurzen Moment die Corona-Geißelung der letzten 1 ½ Jahre vergessen lassen könnte.

Ich selbst nutze inzwischen auch so gut wie keine Böller mehr, um in das neue Jahr hineinzufeiern. Doch habe ich dennoch keinerlei Interesse daran, anderen das Böllern zu verbieten. Es ist sinnvoll, Feuerwerkskörper von Tierheimen oder Zoos fernzuhalten und sie so in einem gewissen Rahmen einzudämmen – doch ein generelles Verbot ist nicht einmal ansatzweise zielführend und dürfte lediglich als Versuch links-grüner Akteure betrachtet werden, der Feuerwerkindustrie in Deutschland endgültig das Genick zu brechen.