Alle meldepflichtigen Krankenhäuser in Sachsen verstoßen gegen Personal-Quoten – Das Ergebnis jahrelangen Politversagens im Gesundheitswesen!

Sie erinnern sich: Vor zwei Tagen veröffentlichte ich auf meiner Seite einen Beitrag über die prekären Zustände in der Pflege, die sich aufgrund der in zwei Monaten greifenden Impfpflicht nur noch verstärken werden. Anders als von den Vertretern der Altparteien erwartet, lassen die meisten Ungeimpften sich auch in Anbetracht eines faktischen Berufsverbotes nicht zu einer Impfung zwingen und geben daher in absehbarer Zeit ihren Beruf auf – mit unvorhergesehenen Konsequenzen für den Gesundheitssektor.

Aus einer parlamentarischen Anfrage unserer Fraktion im sächsischen Landtag hat sich nun ergeben, dass die Zustände noch weitaus schlimmer sind als ursprünglich angenommen: Sachsens Krankenhäuser fällt es zunehmend schwerer, sich bei dem Einsatz von Pflegepersonal an die gesetzlichen Vorgaben der Personal-Quoten zu halten. Allein im vergangenen Jahr wurden bei über 7.000 Dienstschichten in sächsischen Krankenhäusern die vorgegebenen Mindestgrenzen für das einzusetzende Pflegepersonal verfehlt. Pro Schicht waren durchwegs weitaus weniger Pflegekräfte als notwendig im Einsatz oder es wurden anteilsmäßig zu viele Hilfskräfte eingesetzt. Betroffen waren sämtliche (!) sächsischen Krankenhäuser, die der Meldepflicht unterliegen. Die Personaldefizite lassen sich hierbei auf keinen Sektor herunterbrechen – denn sie ziehen sich inzwischen durch alle Bereiche!

Unter solchen Umständen dann auch noch eine Impfpflicht hinterherzudrücken, mutet beinahe schon schizophren an! Seit Monaten wird für eine Impfpflicht damit argumentiert, dass die Krankenhäuser entlastet werden müssen, um so die Kapazitäten sich zu sprengen. Dass dieses Problem jedoch nicht durch Corona entstanden ist, sondern durch jahrelange gesundheitspolitische Misswirtschaft, soll durch die Verantwortlichen wohl in den Hintergrund gedrängt werden, um ihr Versagen zu kaschieren.

Bereits seit Jahren weisen Experten darauf hin, dass unsere Krankenhäuser durch unverantwortliche Sparmaßnahmen nicht für eine Seuchensituation gerüstet sind – doch diese Bedenken wurden ignoriert oder gar als Panikmache verächtlich gemacht. Ein Gesundheitssystem kann nicht funktionieren, wenn Krankenhäuser mangels politischer Unterstützung vorrangig betriebswirtschaftlich geführt werden – denn bei Gesundheit darf es nicht allein um Kosteneffizienz gehen.

Daher gilt: Verwerft die Impfpflicht, um unser Gesundheitssystem nicht vollends gegen die Wand zu fahren!