Alles nur inszeniert?

Horst Seehofer verbietet islamistische Vereine aus dem Hisbollah-Umfeld, die den antiisraelischen Terror mitfinanziert haben sollen. Das ist auch gut so!
 
Doch warum werden diese Vereine genau jetzt verboten und nicht schon vor zwei Wochen? Waren die Vereine zu dem Zeitpunkt etwa noch nicht gefährlich genug? Oder hat das Vorgehen des Innenministers vielleicht mit der Aktualität des Nahost-Konflikts zu tun? Und hat das Verbot mit Hinblick auf die Bundestagswahl möglicherweise auch strategische Gründe?
 
Nehmen wir einmal an, der Wille Seehofers diese Vereine zu verbieten sei nur dann gegeben, wenn sie sich als öffentlichkeitswirksames Spektakel inszenieren lassen. Dann müssten wir tatsächlich glauben, dass Seehofers Wille zum politischen Symbol größer ist als der Wille israelische Leben zu retten und islamistischen Terror konsequent zu bekämpfen.
 
Seehofer würde dann die Finanzierung des islamistischen Terrors wissentlich in Kauf nehmen, um bestimmte Vereine „in der Hinterhand“ zu haben, falls sie einmal gebraucht werden. Wenn dann die passende politische Situation kommt, könnte der Innenminister diese Vereine auspacken, um sich und seine Partei medienwirksam als „die Guten“ darzustellen.
 
Würden wir dieses Gedankenspiel zu Ende denken, dann würde es der Glaubwürdigkeit Seehofers und unserer Regierung erheblich schaden. Aber ich belassen diesmal bei diesem Gedankenspiel und lasse Sie selbst urteilen…