Analyse zum Sicherheitsempfinden: Der Einkauf externer Agenturen ist reine Steuergeldverschwendung

Der Freistaat Sachsen will mit Hilfe eines Fragebogens herausfinden, wie sicher sich die Görlitzer Bürger fühlen. Die Analyse will das wahrgenommene Sicherheitsempfinden mit der tatsächlichen Kriminalität in Zusammenhang setzen und untersuchen. Dafür hat der Freistaat unter anderem die Neue Köhler Managementgesellschaft beauftragt.

Gegenüber der Presse habe ich mich dazu folgendermaßen geäußert:

„Der Freistaat macht wieder einmal vor, wie Steuergeldverschwendung richtig geht. Die fachliche und wissenschaftliche Kompetenz zur Durchführung einer solchen Analyse haben wir vor Ort. Dafür brauchen wir nicht mit Steuergeldern eine externe Agentur einkaufen.

Die Hochschule der Sächsischen Polizei hat die Möglichkeit, so eine Studie selbst durchzuführen. Auch die Studenten könnte man mit der Zuweisung von Abschlussarbeiten in diese Fragestellung mit einbeziehen. So würde man außerdem erlernen, empirische Erhebungen mit praxisrelevanten Fragen in Beziehung zu setzen.

Sicherheitsbefragungen dieser Art sind außerdem nichts neues. Sie gab es in der Vergangenheit bereits in Görlitz oder Hoyerswerda. Es handelt sich dabei um reine Zustandsbeschreibungen, die gegen die tatsächliche Kriminalität nichts unternehmen.

Wir dürfen die Steuergelder der Bürger nicht weiter verschleudern, gerade in Anbetracht der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise ist von der Regierung deutlich mehr Fingerspitzengefühl gefragt.“