Ausschreitungen bei Aufstiegsfeier: Deeskalation sieht anders aus

Grund zur Freude: Der Traditionsverein Dynamo Dresden ist wieder aufgestiegen. Auch die Bilder vom vergangenen Sonntag zeigen größtenteils eine Menge, die feierte und sich über den Wiederaufstieg freute. Völlig nebulös ist, wie die Situation so kippen konnte, dass es zu massiven Ausschreitungen, etlichen Festnahmen und vielen verletzten Polizisten kam.
Zunächst einmal ist unklar, warum man das Aufstiegs-Fest der Fans verboten und konsequent versucht hat, eine ausgelassene Feier zu verhindern. Die Bilder und Berichte vom Wochenende erwecken nicht den Eindruck, als hätte man frühzeitig versucht einzuschreiten. Dafür dann aber umso heftiger.
 
Würde es der Polizei um die Einhaltung der Maskenpflicht gehen, dann hätte man wohl frühzeitig die Menschen abweisen oder auf die Regeln hinweisen können. Vielleicht hätte man aber besser einmal „fünfe grade sein lassen“ und friedliches Feiern ermöglicht. Nachher wären alle unbeschadet nach Hause gegangen. Chaoten hätte man einzeln rausfischen können.
 
In erster Linie wollten die Fans feiern, das sehen wir auf den Bildern und das kenne ich auch aus der Vergangenheit. Das geht nicht nur den Dynamo-Fans so, sondern auch allen Bürgern nach diesen anstrengenden letzten Monaten und das ist ihnen auch zu gönnen.
Selbstverständlich ist es nicht zu akzeptieren, wenn man Polizeibeamte mit Gegenständen, Böllern und Pyrotechnik bewirft oder versucht in einen gesperrten Bereich vorzudringen. Dass die Polizei dagegen vorgeht, ist nachvollziehbar und auch richtig.
 
Doch warum schießt die Polizei mit Tränengas in die friedliche Menge im großen Garten und setzt ihre Wasserwerfer ein? Deeskalation sieht anders aus! Die entscheidende Frage ist, ob die Ausschreitungen zu verhindern gewesen wären, wenn die Polizei auf Deeskalation gesetzt hätte.
 
Fraglich ist auch, warum gefährliche Demonstrationen der Judenhasser in Sachsen und Deutschland weitgehend unbehelligt stattfinden konnten. Aber was für Deutsche gilt, gilt anscheinend nicht für Migrantengruppen.