Boom von privaten Sicherheitsfirmen

In dem Bundesland Nordrhein-Westfalen verzeichnen private Sicherheitsdienste immense Gewinne. Die Branche boomt und die Gründe dafür sind offensichtlich: Der Staat versagt bei seiner zentralen Aufgabe, die Sicherheit seiner Bürger zu garantieren. Aus einem Gefühl der Unsicherheit und Angst greifen viele Bürger zu aufwändigen Sicherheitssystemen und privatem Schutz.

Das Zeichen, dass die Sicherheitsbranche so gefragt ist wie nie zuvor, ist kein gutes. Es zeugt von einer Verrohung der Gesellschaft und einem Anstieg von Angst vor Kriminalität. Die in vielen Fällen berechtigt ist. Auch wenn die Sicherheitsbranche in Nordrhein-Westfalen deutlich größer ist als in Sachsen sind die Tendenzen die gleichen. Hinkt Sachsen vielleicht nur ein paar Jahre hinterher?

Die Frage, die man sich an Anbetracht der örtlich steigenden Kriminalität und gefühlten Unsicherheit der Bürger stellen muss, ist, ob der Staat das Monopol auf die Sicherheit angemessen ausfüllt, wenn sich die Bürger mit privaten Dienstleistern zusätzlich behelfen.

Fakt ist, dass wenn der Staat seiner Aufgabe ordnungsgemäß nachkommen will, ausreichend Bedienstete dafür benötigt, die zugleich auf eine sehr gute Ausbildung zurückgreifen können. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Polizei wurde flächendeckend kaputtgespart. Dadurch entstand ein Vakuum, das jetzt private Firmen füllen wollen. Was wir in NRW erleben, ist nur die logische Konsequenz von politischem Versagen. Wir sollten in Sachsen nicht den gleichen Fehler weiter machen und den Entwicklungen endlich konsequent und angemessen entgegenwirken.