Buchhandlung mit Buttersäure angegriffen – was kommt als nächstes?

Eine Buchhandlung sollte immer ein Ort der freien Rede sein. Und dafür war Susanne Dagen mit ihrem Buchhaus im Dresdner Stadtteil Loschwitz bekannt. Dagen bot nicht nur ein breites Panorama an unterschiedlichster Literatur an, sondern engagierte sich auch öffentlich immer wieder für die freie Meinungsäußerung. Wie beispielsweise mit der „Charta 2017“. Sie wollte mit weiteren prominenten Unterzeichnern zeigen, wie „unter dem Begriff der Toleranz Intoleranz gelebt“ wird.

Das scheint einigen Extremisten nicht zu gefallen. Am Wochenende haben Unbekannte das Schaufenster der Buchhandlung in Dresden eingeschlagen und Buttersäure im Innenraum der Buchhandlung verteilt. Wer macht so etwas? Wer greift eine Buchhandlung an? Welche Symbolwirkung soll das haben?

Der Staatsschutz ist jedenfalls eingeschaltet und ermittelt, weil „ein politischer Hintergrund“ nicht ausgeschlossen werden kann. Achja, was für eine Überraschung! Diese Methode kennen wir doch bereits: Linksextremisten wenden sie andauern gegen Andersdenkende an.

Die Inhaberin Susanne Dagen war zudem als Kommunalpolitikerin der Freien Wähler aktiv. Das zeigt, dass den Linksextremisten ganz egal ist, in welcher Partei man sich engagiert, alle Andersdenkende sollen bekämpft werden, und zwar mit gewaltsamen Mittel. Das ist die simple Botschaft, mit der alle gemeint sind, die sich eine andere Meinung haben, oder sich nur dafür einsetzen sie frei äußern zu können.

Ich frage: Was ist es anderes als Bücher zu verbrennen, wenn man eine Buchhandlung mit in der Nacht angreift und mit Buttersäure unzugänglich macht?