Kategorie: Handwerk

AfD wirkt: Meisterpflicht kommt zurück – Wir gratulieren Sachsens Handwerkern

Wir gratulieren Sachsens Handwerkern: Für zwölf Handwerksberufe gilt ab heute wieder die Meisterpflicht.

Die AfD setzt sich seit Jahren für eine Revitalisierung des deutschen Handwerks ein. Dabei streben wir eine Wiedereinführung der Meisterpflicht für alle zulassungspflichtigen Handwerksberufe an.

Die ab heute geltende Rückvermeisterung für zwölf Berufe ist daher nur ein Etappensieg.

Die AfD wird weiter an einer vollständigen Rehabilitierung des deutschen Handwerks arbeiten. Das Handwerk ist ein Teil deutscher Kultur. Aus ihm entfaltete sich die deutsche Besonderheit eines breiten Mittelstandes – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und Wohlfahrt. Das deutsche Handwerk ist seit Jahrhunderten Garant für Exzellenz. Seine Berufsehre bringt der Meisterbrief zum Ausdruck.

Wenn wir junge Menschen wieder für ein ehrwürdiges Handwerk begeistern können, müssen wir nicht im Ausland nach Fachkräften suchen. Berufe, die dringend gebraucht werden, müssen wieder mehr gesellschaftliche Anerkennung und politische Förderung erfahren.

Wir werden daran arbeiten, dass der »Meister« als Marke deutscher Exzellenz künftig auch in den anderen Handwerksberufen wiederkehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier finden Sie den Antrag der AfD-Fraktion im Sächsischen „Berufliche Selbstständigkeit im sächsischen Handwerk stärken“ -> https://afd-fraktion-sachsen.de/files/afd/fraktion-sachsen/Dokumente/Antraege/6_Drs_15043_0_1_1_.pdf

Den Gesetzesentwurf AfD-Bundestagsfraktion zur „Wiedereinführung der Meisterpflicht“ finden Sie hier -> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/111/1911120.pdf

Kassenbonpflicht ist Schikane!

Ab nächstem Jahr sollen Bäcker für jeden Einkauf pauschal Kassenbons ausgeben. Ob der Kunde dies wünscht oder nicht. Selbst für ein einziges Brötchen. So will es die neue Belegeausgabepflicht.

Die Sächsische Bäcker-Innung hat ausgerechnet, dass damit allein im Freistaat eine 117 Kilometer lange bedruckte Papierschlange täglich in den Müll wandert. Etwa die Distanz zwischen Dresden und Leipzig [1].

Wer denkt sich solche absurden Vorschriften aus? Müssen sich Bäcker künftig auch für die an Kinder verschenkten Plätzchen vor dem Finanzamt erklären?

Die Kassenbonpflicht ist eine Schikane. Es ist unverständlich, dass unseren Bäckern in Zeiten der Digitalisierung diese Form der Zettelwirtschaft aufgezwungen wird.

In vielen Orten sind Bäckerbetriebe schon generationenlang in Familienhand. Für viele Menschen ist der Gang zum Bäcker um die Ecke etwas Schönes. Man trifft seine Nachbarn, trinkt einen Kaffee und genießt eine der vielen sächsischen Backspezialitäten.

Realitätsfremde Bürokratie schadet dem traditionellen Bäckerhandwerk. Sie behindert auch generell die Entwicklung von Selbstständigkeit und Betriebsgründungen.

Es ist kein Wunder, wenn immer weniger Menschen die Verantwortung für einen eigenen Betrieb wählen, wenn sie dann vom Staat permanent gegängelt werden. Im letzten Jahr lag die Zahl der Existenzgründungen in Sachsen auf einem Allzeittief [2].

Zudem frage ich mich, ob die Finanzämter bei Dönerbuden oder Shishabars genauso penibel die Buchhaltung studieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele orientalische Imbisse flexibel abkassieren und damit – trotz Hinweisen – unterm Radar der Behörden fliegen.

[1] Freie Presse 2019. Sachsen Bäcker laufen Sturm gegen Kassenbonpflicht ab 2020. Veröffentlicht 21.11.2019. Abgerufen: https://www.freiepresse.de/…/sachsens-baecker-laufen-sturm-….

[2] Neues Deutschland 2019. So wenig Existenzgründer wie noch nie in Sachsen. Veröffentlicht 21.11.2019.

 

Volle Unis, leere Werkbänke: Überakademisierung geht zu Lasten des Sächsischen Handwerks

Die Sächsischen Hochschulen erwarten für das kommende Wintersemester über 25.000 Studienanfänger. Davon allein 16.000 Erstsemester. Entgegen aller Prognosen bleibt die Anzahl der Studenten damit konstant hoch bei rund 100.000. Seit über zehn Jahren nehmen die Sächsischen Universitäten mehr Studenten auf, als im Freistaat Abiturienten die Schulen verlassen. Währenddessen stehen dringend benötigte Handwerkerberufe in Sachsen vor akuten Nachwuchsproblemen.

Dazu sagt der Görlitzer Abgeordnete im Sächsischen Landtag, Sebastian Wippel:

“Sachsen soll ein attraktiver Standort für wissenschaftliche Exzellenz und innovative Forschung sein. Dafür setze ich mich auch in meiner Heimatstadt Görlitz ein. Der Ausbau der Hochschule Zittau/Görlitz zu einer technischen Europa-Universität
„Dreiländereck“ ist mir ein Herzensanliegen.

Eine Vermassung der Universität und eine Senkung der Anforderungen sind aber nicht zielführend. Überfüllte Hörsäle allein garantieren keine Qualität. Stattdessen stellt die Überakademisierung andere Berufsgruppen vor aktue Nachwuchsprobleme. Besonders das Handwerk leidet unter der einseitigen Orientierung auf universitäre Abschlüsse.

Wir brauchen eine gesunde Balance zwischen Berufs- und Universitätsabschlüssen. Berufe, die dringend gebraucht werden, müssen wieder mehr gesellschaftliche Anerkennung und politische Förderung erfahren. Dafür setzt sich die AfD u.a. mit der Wiederbelebung des Meisterbriefes ein. Wenn wir junge Menschen wieder für eine ehrwürdige Berufsausbildung begeistern können, müssen wir nicht im Ausland nach Fachkräften suchen. Nicht jeder Studienanfänger ist wirklich für eine akademische Laufbahn geeignet.”