Kategorie: Katatstrophenschutz und Rettungsdienste

Warum haben wir kein SMS-Warnsystem bei Umweltkatastrophen?

Da ich an der Grenze zu Polen wohne, wählt sich mein Handy manchmal in das polnische Mobilfunknetz ein. Bei Unwetterwarnungen bekomme ich dann eine SMS mit dem klaren Inhalt, welcher örtliche Bereich betroffen ist, ob Sturm oder Regen droht und wie ich mich am besten zu verhalten habe. Diese SMS bekommt jeder, der sich im polnischen Netz befindet. Das Warnsystem ist extrem präzise und zuverlässig.

Warum schafft es Deutschland nicht, ein solches Alarmsystem zu etablieren? Alle Bürger würden automatisch informiert, wenn eine Extremlage ansteht. Das könnte im Zweifelsfall sogar Menschenleben retten. Das Unwetter der vergangenen Wochen hat gezeigt, wie schlecht Deutschland im Ernstfall vorbereitet ist und, dass die entsprechenden Warnungen vom Wetterdienst die Bürger nicht ausreichend erreicht haben. Die Kommunikation muss deutlich verbessert werden!

Stattdessen haben wir die Warnapp „Nina“, die an sich nicht schlecht ist, die man sich aber erst einmal herunterladen muss. Gleichzeitig hat die App während der Corona-Zeit so viele belanglose Meldungen verschickt und uns Nutzer zugespammt, sodass man überhaupt gar keine Meldung mehr ernst nehmen konnte und vielleicht nicht einmal mehr wahrgenommen hat. Das Wichtige wird vom Unwichtigen verdrängt.

Wenn sich die Politik mal auf die existenziellen Probleme unseres Landes konzentriert, hätten wir längst so ein Warnsystem etablieren können. Warum muss immer erst die Katastrophe eintreten damit gehandelt wird?

Unfassbar: Hätten die Folgen der Flutkatastrophe gemildert werden können?

Das Ausmaß des Starkregens ist laut dem Deutschen Wetterdienst vorhersehbar gewesen. Und die Behörden in der Region wurden entsprechend gewarnt. Sind die Toten eine Konsequenz von politischem Versagen?

Das europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) hat bereits vier Tage vor Beginn der Überschwemmung Alarm geschlagen. Daraufhin wurden Warnungen an die Behörden geschickt. Das heißt: Die Verantwortlichen wussten, dass eine große Flut kommt. Der Deutsche Wetterdienst berichtet ebenfalls, dass ihre Warnungen vor 200 Liter Regen pro Quadratmeter nicht von allen Medien aufgegriffen wurden.

Warum die Warnung nicht bei den richtigen Stellen ankam oder nicht ernst genug genommen wurde, gilt es aufzuklären. Das Wissen, dass Menschenleben hätten gerettet werden können, ist beunruhigend. Die Strukturen des Warnsystems müssen überprüft werden!

Beunruhigend ist außerdem, dass die Vertreter der neuen Klima-Diktatur einfach behaupten, der Klimawandel sei schuld an den Ereignissen, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt. Im Gegenteil, Meteorologe Andreas Friedrich hat den Aussagen von gewissen Grünen-Politikern ganz klar widersprochen: „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzelereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“

Es ist demnach nicht möglich, einen Zusammenhang zwischen Starkregen und Klima herzustellen. Doch das ist den Klima-Untergangsverkündern offensichtlich egal. Um Fakten es geht es denen schon lange nicht mehr.

Kurzmitteilung

+++ Sachsens Katastrophenschutz wurde kaputt gespart +++

Die CDU hat den sächsischen Katastrophenschutz vor die Wand gefahren. Besonders schlimm ist es im Landkreis Görlitz. Hilfskräfte müssen mit Oldtimern zum Einsatz fahren. Einrichtungen verfügen über Toiletten aus den 50er Jahren. Fassaden bröckeln. Kameraden haben nicht einmal eine Umkleidekabine. Der MDR berichtet sogar von Waschbären, die sich in der Dienststelle Görlitz-Klingewalde eingenistet haben.
Diese Zustände sind ein Schlag ins Gesicht für alle ehrenamtlichen Kräfte, die in der Not für alle in die Bresche springen. Auf die weißen Einheiten des Katastrophenschutzes kann sich die Region immer verlassen: Ob bei Hochwassern, Unfällen oder gefährlichen Einsätzen in Höhenlage. Nicht zuletzt war der weiße Katastrophenschutz beim Superstau auf der A4 zur Stelle, als tausende Autofahrer von Görlitz bis Burkau bei großer Hitze in ihren Autos eingeschlossen waren.
Die CDU-geführte Landesregierung hat die Probleme beim Katastrophenschutz jahrelang ignoriert. Dann hat sie aus Inkompetenz bürokratisch verriegelte Fördertöpfe aufgestellt, von denen weder Kommunen noch Hilfsorganisationen profitieren.
Fördermittel wurden an Eigenanteile geknüpft, die klamme Kommunen nicht aufbringen können. Schon gar nicht während der Corona-Krise.
Dieses Förderhemmnis muss abgebaut werden. Außerdem müssen Hilfsorganisationen wie der weiße Katastrophenschutz unter Umständen direkt förderfähig sein. Dringend benötigte Mittel müssen ohne Umwege ankommen. Die rechtlichen Voraussetzungen dazu müssen sofort geschaffen werden. Ein einsatzfähiger Katastrophenschutz entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod.