Kategorie: Kohleausstieg

WDR-Instagram-Kanal „klima.neutral“ wirbt für Blackout-Vorbereitung – Realsatire und Doppelmoral vom Feinsten!

Wenn es ein Thema gibt, das uns auf kurz oder lang in den nächsten Jahren nicht verschonen wird, dann ist das des „Blackouts“.

Als AfD warnen wir bereits seit längerem: Dank der bald erfolgenden Abschaltung unserer letzten Kernkraftwerke sowie des noch weiter vorgezogenen Kohleausstiegs, können wir uns in der Bundesrepublik bereits jetzt schon auf noch weiter explodierende Strompreise durch Energieimporte sowie auch durch Versorgungslücken entstehende Stromausfälle einstellen.

Experten warnen bereits seit längerer Zeit vor einem Zusammenbruch des deutschen Stromnetzes. Deutschland ist durch sein dezentrales Stromnetz besonders anfällig für „Kaskadeneffekte“, bei welchen sich lokale Störungen im Netz zu massiven Problemen aufschaukeln. Frank Rosenlieb (52) vom Kieler Institut für Krisenforschung etwa kritisiert die Energiepolitik der letzten Jahre bereits seit längerem als hochriskant: „Man schafft es jetzt schon nicht, mit erneuerbaren Energien den Energiebedarf zu decken“, so Rosenlieb. Dennoch werden Atomkraftwerke ab- und E-Mobilität weiter massiv ausgebaut.

Doch wenn unsere Partei solcherlei realexistierende Probleme anspricht, sind die grünen Klimaschutzfanatiker meist schon zur Stelle, um uns „Panikmache“ und „Fakenews“ vorzuwerfen. Doch allzu abwegig scheinen die berechtigten Sorgen vor großflächigen Stromausfällen plötzlich doch nicht zu sein:

Mit der Überschrift „Entspannt in den Blackout“ hat der zum WDR gehörende Instagram-Kanal „klima.neutral“ eine „fröhliche“ Bilderfolge veröffentlicht, mit der Tipps für mögliche Stromausfälle gegeben werden. Beispiele gefällig? So gehören zu den Ratschlägen des öffentlich-rechtlichen Profils folgende Besorgungsvorschläge: „Grundvorrat für zehn Tage. Lebensmittel: Frisches und Konserven, die auch kalt gegessen werden können.“ Oder: „Wasser: Nicht nur in Flaschen zum Trinken, sondern auch zum Waschen, Kochen, Spülen“ … Wichtig seien auch Bargeld-Vorräte, weil Automaten nicht funktionieren könnten. Und: „Batterien & Powerbanks“ sowie ein „batteriebetriebenes oder Kurbel-Radio“. Auf demselben Kanal wird sogar zugegeben, die Energiewende könne zu Stromausfällen führen, weil „Wind- und Solarenergie nicht konstant sind“!

Grundsätzlich eine gute Idee, den Bürger so über die realexistierende Gefahr eines Blackouts hinzuweisen. Aber es ist doch merkwürdig: Plötzlich handelt es sich also doch nicht mehr um Panikmache, sondern um bittere Realität? Auch weiterhin scheint im Grünen Bullerbü der Doppelmoral die Devise zu gelten: „Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt“.

Deutschland macht seine Kohlekraftwerke dicht, China baut indes über 200 neue. Da fragt man sich doch zu Recht: Wie viel CO2 wird so global betrachtet überhaupt prozentual durch uns eingespart?

Und bereits anhand einer kurzen Rechnung kann festgestellt werden: gewiss nicht viel! Derzeit existieren weltweit knapp unter 2.000 aktiv betriebene Kohlekraftwerke. Zu diesen 2.000 steuert Deutschland lediglich noch 74 Stück bei. Und da die Ampel-Koalition den Kohleausstieg noch weiter vorziehen möchte, sollen all diese bis zum Jahr 2030 abgeschaltet werden.

Im gleichen Zeitraum ist nach derzeitiger Planung derweil davon auszugehen, dass China 238 neue Kohlekraftwerke aus dem Boden stampfen wird – dabei lassen sich derzeit mit 1.077 Stück bereits über die Hälfte aller Kohlekraftwerke dem asiatischen Land zuordnen! Heißt ergo, dass bei Missachtung aller anderen Bauprojekte in den nächsten Jahren genau 2.238 Kohlekraftwerke existieren würden. Davon würde Deutschland ohne die geplanten Abschaltungen also genau 3,3 Prozent ausmachen!

Und trotz dieses geringen Anteils, sollen wir – „um das Klima zu retten“ – vorangehen und sämtliche unserer Kraftwerke innerhalb der nächsten neun Jahre dicht machen. Und dass, obwohl Kohle derzeit rund 27 Prozent der insgesamt in das Stromnetz eingespeisten Energiemenge ausmacht! Inwiefern diese Herangehensweise Sinn ergeben und durchsetzbar sein soll, sei mal dahingestellt.

Frankreich baut vermehrt Atomstrom aus – Und bei uns lobt ein ARD-Moderator die steigenden Strompreise

Eine noch größere Verhöhnung der eigenen Beitragszahler wird wohl kaum noch möglich sein: In Anbetracht der in ätzende Höhen steigenden Preise für Strom, Gas, Benzin und Diesel hat es der „Tagesthemen“-Moderator Detlef Flintz als angemessen betrachtet, die Bürger dieses Landes auf die „positiven Seiten“ der derzeitigen Preisexplosion hinzuweisen.

Wir zitieren den werten Herrn Flintz an dieser Stelle: „Er ist da, der Preisschock. Gut so!“. Der Moderator ist davon überzeugt, dass „Nur wenn Öl und Gas spürbar teurer werden“ die Erderwärmung in den Griff zu kriegen sei. Wir können froh sein, „dass wir gezwungen werden, Konsum und Produktion“ zu verändern – Realsatire in Reinform!

Der beinahe schon zynisch wirkende Kommentar des gutverdienenden ARD-Journalisten reiht sich dabei doch hervorragend in die Reihe seiner Kollegen ein – verlangte bereits vor zwei Jahren sein Kollege vom WDR, Lorenz S. Beckhardt, doch schon: „Macht Fleisch, Autofahren und Fliegen so verdammt teuer, dass wir davon runterkommen“.

Zum Kontrast: Während in Deutschland die Bettelei nach noch mehr Steuern, Abgaben und Verboten wahnwitzige Ausmaße annimmt, wurde in Frankreich am Dienstag das neue Innovationspaket „Frankreich 2030“ vorgestellt. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 30 Milliarden Euro in Zukunftsprojekte wie Wasserstofftechnologie aber auch neuartige Mini-Reaktoren investiert werden.

Während bei uns ein Reaktor nach dem nächsten abgeschaltet wird und wir in einem immer größeren Maße abhängig von ausländischer Energieversorgung werden, setzen andere Länder in der EU auf Innovation und Forschung in der Kernkraft. Während wir in diesem Jahr 12 Prozent unserer Energieversorgung abschalten und nur mit 1,5 Prozent Zubau durch Wind- und Sonnenergie versuchen gegenzuhalten und unsere Gasspeicher sukzessive leerer werden, setzen andere Länder auf die Erforschung umweltschonender Technologien der Zukunft.

Anstatt in Zukunftstechnologien wie etwa sichere und saubere Flüssigsalzreaktoren zu setzen, schaufeln wir lieber unser eigenes Energiegrab und können uns währenddessen noch von den von uns zwangsfinanzierten Moderatoren des öffentlichen Rundfunks anhören, dass wir uns gefälligst über kommende Stromausfälle und kalte Winter zu freuen haben.

Kernenergie? Ja, bitte!

Wie sonst soll man in Zukunft den gesteigerten Strombedarf decken? Wo soll der Strom für die Wasserstoffproduktion sonst herkommen?

Am Ende trägt immer der Steuerzahler die Kosten, egal, worum es geht. Besonders hoch werden die Kosten weiterhin bei der „Energiewende“ sein. Schon jetzt fordert Merkel riesige Investitionen in die Wirtschaftsbereiche, die sich für erneuerbare Energien einsetzen. Und wenn Merkel von „riesigen Investitionen“ spricht, kann man sich vorstellen, wie hoch die Kosten am Ende wirklich sein werden. Sie wird davon keinen einzigen Cent bezahlen. Das wird alles am Bürger hängenbleiben.

Auch der Alleingang Deutschlands wird im Endeffekt nichts bringen und keine spürbaren Auswirkungen auf das Klima haben. Dafür ist der CO2-Ausstoß im internationalen Vergleich einfach zu gering, als dass es einen Unterschied machen würde. Außerdem ist der Preis für fossile Energieträger ein Weltmarktpreis. Was wir also einsparen würden, werden andere Länder sich kostengünstig unter den Nagel reißen. Unsere Wirtschaft zahlt Höchstpreise, während die Wirtschaft anderer Staaten von sinkenden Preisen profitieren wird.

Das einzige Ergebnis davon ist, dass die Zahlungen noch weiterwachsen und wir Deutschland damit in ein Entwicklungsland zurückschießen. Überall Subventionen reinzupumpen ist auf Dauer das Todesurteil unserer Wirtschaft. Der Weg wird sehr wenige reich machen und sehr viele arm – wie es im Sozialismus immer war.

Urlaub nur noch für Besserverdiener? Grünen-Chefin will Flugverkehr einschränken

Die Liste dessen, was die Kanzlerkandidatin der Grünen alles verbieten möchte, ist lang. Uns droht mit einem Wahlerfolg der Verbotspartei der vorzeitige Kohleausstieg und das Ende des Verbrennungsmotors, was uns etliche Arbeitsplätze kosten wird. Außerdem steht uns ein generelles Tempolimit, massive Sprachkontrolle und die Einschränkung des Flugverkehrs bevor. All das gibt Baerbock offen zu.

Den Flugverkehr einschränken – das klingt besonders interessant. Wie genau soll das umzusetzen sein? Das ist nämlich nur durch ein Verbot oder einen hohen Preis zu regeln. Höher besteuerte Tickets würden dazu führen, dass nur noch wenige Leute in den Urlaub fliegen können – und zwar die Besserverdiener. Aber genau das scheint der Plan zu sein. Die Tickets würden so teuer sein, dass nur noch privilegierte Grün-Wähler fliegen können.

Ironischerweise sagt Baerbock gleichzeitig, dass sie „keine soziale Spaltung“ möchte. Größer kann man sich kaum widersprechen. Genau das wird nämlich passieren, wenn der Klimaschutz gegen alle Widerstände und ohne die nötige Jobsicherung durchgesetzt wird. In der von Baerbock versprochenen Öko-Diktatur haben nur noch Besserverdiener Platz, die sich ein Elektroauto leisten können oder in ihren städtischen Zentren mit dem Fahrrad fahren können.

Warum solche Forderungen nicht anständig und konsequent hinterfragt werden, ist mir ein Rätsel. Aber die Grünen und insbesondere Annalena Baerbock genießen ohnehin eine gesonderte Behandlung in den Medien. Dafür hätten wir etliche Belege in den letzten Wochen sammeln können. Aber auch im von unseren Gebühren bezahlten ZDF-Interview konnte die Möchtegern-Kanzlerin gestern ungestört ihre Phrasen dreschen. Wirklich nachgehackt und kritisch hinterfragt wurde von den Moderatoren kaum. Wo sind eigentlich die guten Journalisten in unserem Land geblieben?

Wie geht es weiter in der Lausitz?

Der Kohleausstieg kostet 24.000 Arbeitsplätze und Alternativen gibt es keine. Daran wird auch die „Arbeitsgruppe Strukturwandel“ nichts ändern. Es braucht ein klares wirtschaftliches Konzept und einen sofortigen Ausbau der Infrastruktur. Die Politik muss handeln, und zwar unverzüglich! Die Versäumnisse liegen nämlich nicht an der Kohle, sondern in der Politik der letzten Jahrzehnte, die uns mit ihrem Öko-Wahn in den Ruin treibt.
 
Die „Arbeitsgruppe Strukturwandel“ stellt neue Mitarbeiter ein, um Ideen für die Zukunft der Lausitz nach dem Kohleausstieg zu sammeln, der sogar noch eher als geplant kommen wird. Die Bürger sollen in den Prozess des Strukturwandels der Lausitz mit einbezogen werden. Das ist zwar eine nette Idee, aber wir leben nicht in einem sozialistischen Staat, der einfach so Arbeitsplätze planen kann.
 
Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, sodass sich die Wirtschaft aus sich heraus entwickelt. Nur so kann ein nachhaltiges Konzept für die Lausitz entstehen. Auch die Bestrebungen, die fehlenden Arbeitsplätze durch Jobs im Kultur- und Management-Sektor zu ersetzen, ist dauerhaft nicht sinnvoll.
Wir brauchen für die Lausitz eine Sonderwirtschaftszone und müssen gute Bedingungen für Wirtschaft und Forschung schaffen, um so Anreize für die Unternehmen zu setzen. Dazu gehört:
 
1. Der Ausbau der Infrastruktur, denn die Lausitz muss erreichbar sein.
2. Wir müssen die Planung für Unternehmen erleichtern und sie in unsere Region locken: möglicherweise durch steuerliche Vorteile oder bewusste Ansiedlungen.
3. Wir brauchen Forschung und Entwicklung. Deshalb haben wir als AfD schon seit langem die „TU Dreiländereck“ in Görlitz und Zittau gefordert. In einem aktuellen Antrag kann sich der Stadtrat politisch dazu bekennen.
 
Um Zukunftsaussichten für die Lausitz zu ermöglichen, muss die Politik handeln. Sie darf sich nicht in Diskussionen verlieren. Die Zeit drängt und tausende Existenzen von Familien stehen auf dem Spiel. Wer keine Perspektive sieht, zieht weg. Dann brauchen wir auch keine Arbeitsplätze mehr.

Mehr Windräder, weniger Einschränkungen: Die CDU will den Bau von Windrädern verstärken

Ich möchte nicht, dass unsere schöne Lausitz zum Experiment der „Energiewende“ wird! Denn die Folgen der zahlreichen Ansammlung von Windrädern kennen wir: Massenhaft getötet Vögel, zerstörte Wälder, hässliche Landschaften, gigantische Mengen an Beton im Boden und nachhaltige Ruhestörung der Anwohner. Die Windräder sind nämlich ganz und gar nicht umweltfreundlich.

Hinter den Plänen der CDU steckt offensichtlich politisches Kalkül: Die Grünen legen im bundesdeutschen Vergleich in den Wahlumfragen deutlich zu. So opportun wie CDU bekanntlich ist, versucht sie jetzt ihr „grünes“ Image zu stärken. Vor einigen Wochen hat die CDU deshalb bereits ihre Klimaziele verschärft. Auch das, was sie im Koalitionsvertrag vereinbart hat, will die Partei jetzt brechen.

So steht die Überlegung im Raum, die bisher geltende Regel, dass Windräder 1000 Meter von Wohngegenden entfernt liegen müssen, aufzulockern. Zudem soll die Windkraft in den nächsten Jahren in er Lausitz ausgebaut werden. Außerdem will man die „Akzeptanz“ von Windrädern in Sachsen generell stärken – was auch immer das heißt, denn die negativen Punkte überwiegen eindeutig. Ich möchte auch nicht, dass unser schönes Görlitzer Umland für eine völlig ineffektive Energieressource nachhaltig zerstört wird!

Wir müssen verhindern, dass uns ein ähnliches Schicksal wie Baden-Württemberg droht. Dort geht der Ausbau der Windkraft nämlich in großen Schritten voran und die Umwelt leidet. Der Schwarzwald in Stuttgart ist dafür ein mahnendes Beispiel. Grüne und CDU haben beschlossen, dort über 1000 Windräder zu bauen. Dafür müssen Teile des Waldes weichen. Zusätzlich werden die großen Zufahrtsstraßen und Stellflächen der Windräder das Waldgebiet nachhaltig zerstören.

Schluss mit blindem Klimaaktivismus, der nicht zielorientiert ist! Es wäre deutlich sinnvoller, die Forschung in Bereichen der Kernenergie auszubauen, um so effektive Lösungen zu erarbeiten, anstatt das ganze Land mit überteuerten und völlig nutzlosen Windrädern zuzustellen, die nicht einmal funktionieren, wenn der Wind ausbleibt.

Zum Artikel.

Kurzmitteilung

Görlitz-Cottbus: ICE-Strecke für 825 Pendler?

Nachdem sich die vom Braunkohleausstieg betroffenen Bundesländer auf ein Maßnahmenpaket geeinigt haben, sind für die Lausitz Maßnahmen, wie der Ausbau der B97 und diverse Bahnprojekte im Gespräch. Unter anderem eine ICE-Verbindung zwischen Görlitz und Zittau.

Verweisend auf den Pendleratlas der Bundesagentur für Arbeit kommentiert der Görlitzer AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippel:

„Zwischen Görlitz und Cottbus pendeln lediglich 825 Personen pro Tag. Nach wie vor wäre eine Anbindung der Strecke Görlitz-Dresden an den internationalen europäischen Fernverkehr auch für Berufspendler sinnvoll.

Eine Parallelstruktur aus »Regionalbahn« und ICE im Komplex Zittau-Görlitz-Cottbus aufzubauen und dabei die relativ »unbedeutende« Nebenstrecke von Görlitz bis Zittau zu elektrifizieren ist fragwürdig. Man könnte die Fernreisenden und Pendler auch z.B. mit Wasserstoffzügen und kürzeren Reisezeiten nach Cottbus bringen. Ohne, dass dafür die Infrastruktur extrem aufwändig und dauerhaft unwirtschaftlich umgebaut werden muss. Statt teure Protz-Projekte brauchen wir eine Strukturentwicklung mit Augenmaß.

Auch ein moderner Güterverladebahnhof im Bereich Kodersdorf/Horka, um die Autobahn A4 vom reinen Transitverkehr zu entlasten, gehört zu einem guten Konzept. Davon ist aber bezeichnenderweise keine Rede. Ministerpräsident Kretschmer will offenbar politische Wunschprojekte durchdrücken, um so beim Geldverbrennen sogar noch glänzen zu können. Wenn dann die Umsetzung der Projekte noch bis weit über das Jahr 2030 hinaus dauert, droht die Demographie den Strukturwandel von selbst zu lösen. Es kommt in der Lausitz vor allem auf wirtschaftliche Freiheit sowie Forschung und Entwicklung bis zur Marktreife an.“

https://statistik.arbeitsagentur.de/…/Pendleratlas/Pendlera…

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF.

Kurzmitteilung

Der Kohleausstieg wird die Lausitz hart treffen

Jänschwalde geht 2028 vom Netz. Ein Jahr später folgen bereits die älteren Blöcke des Boxberger Kraftwerks [1]. Die Region steht nicht einfach vor einem „Umbruch“ oder „Herausforderungen“, wie Politiker der Altparteien gerne verlautbaren lassen. Als sei der Eingriff in das wirtschaftliche Herz-Kreislauf-System der Lausitz ein Naturereignis.

Die Region wird gezielt durch politischen Willen in kurzsichtigem Aktionismus destabilisiert. Die vernichteten Arbeitsplätze werden nicht 1:1 zu ersetzen sein.

Da hilft es auch nichts, wenn MP Kretschmer einen neuen Gründergeist heraufbeschwört. Wo soll der bei immer höheren Energiekosten herkommen?

Deutschland hat schon jetzt weltweit mit die teuersten Strompreise. Seit der Jahrtausendwende ist der Strom hierzulande um über 100 Prozent teurer geworden. In der EU-Vergleich liegen wir mit 30 Cent pro Kilowattstunde nur knapp hinter Dänemark (31 Cent) auf Platz zwei. Allerdings liegt dort das Durchschnittseinkommen auch um 1/3 höher.

Durch den fast parallelen Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft wird Energie künftig kaum noch zu bezahlen sein. Die horrenden Energiekosten werden einer Industrieansiedlung und einer gesunden Entwicklung der Region im Wege stehen.

Wieso sollte sich Industrie, die per se einen besonders hohen Energieverbraucht hat, dann noch ausgerechnet in der Lausitz ansiedeln? Und nicht jenseits der Neiße, wo niemand im Traum daran denkt, ohne sinnvollen Ersatz die Kraftwerke abzuschalten?

Genau deshalb ist der Kohleausstieg auch klimatechnisch wirkungslos. Überall auf der Welt wird weiter massiv in Kohle investiert. Besonders in Schwellenländern wie China. Das Handelsblatt bezifferte die Zahl Kohlekraftwerke, die weltweit geplant bzw. neu gebaut werden auf rund 1.400 [2]. Hinzu kommt, dass der Emissionshandel deutsche CO²-Einsparungen wieder ausgleicht, weil die in Deutschland freigewordenen Emissionsrechte einfach im Ausland aufgekauft werden.

Davon abgesehen, dass diese Einsparungen ohnehin irrelevant für das Klima sind, weil der deutsche Anteil am weltweit menschenverursachten CO²-Ausstoß nur rund zwei Prozent ausmacht. Und dieses menschenverursachte CO² macht wiederum nur drei bis vier Prozent des Gesamt-CO² aus, das in der Atmosphäre vorkommt [3]. Kurz gesagt: der komplette Einfluss Deutschlands am Gesamt-CO² der Erdatmosphäre beträgt: 0,08%. Der Anteil deutscher CO²-Molekühle an der gesamten Luft beträgt 0,0000304%.

Als AfD lehnen wir den übereilten und kopflosen Kohleausstieg ab. Wir fordern einen Strukturwandel der die Lebensrhythmen der Region berücksichtigt; und sie nicht mit der Brechstange aus den Angeln hebt.

Ein Weg wäre z.B. die Entwicklung der Hochschule Zittau/Görlitz zu einer international renommierten Europa-Universität für technische Exzellenz. Hier liegt großes Potential: Durch die Nähe zu Polen und Tschechien sowie die Kooperation mit den Hochschulen in Reichenberg (Liberec) und Breslau (Wroclaw) kann Görlitz zu einem Knoten- und Anziehungspunkt für Wissenschaft und Technik werden. Dies würde in die ganze Region positiv ausstrahlen.

Das ist freilich nur ein Ansatz. Und es braucht jetzt einige konkrete Maßnahmen und kluge Konzepte, damit der epochale Fehler des Kohleausstiegs die Lausitz nicht weiter abhängt.


[1] SZ 2020. Boxberg geht, Datteln kommt. Veröffentlicht: 16.01.2020. Abgerufen: https://www.saechsische.de/…/boxberg-geht-datteln-kommt-516….

[2] Handelsblatt 2018. Deutschland treibt den Ausstieg voran – doch weltweit boomt die Kohle. Veröffentlicht: 04.10.2018. Abgerufen: https://www.handelsblatt.com/…/energiepoliti…/23141178.html….

[3] Statista. Die zehn größten CO2-emittierenden Länder nach Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen im Jahr 2018. Abgerufen: https://de.statista.com/…/die-zehn-groessten-c02-emittente…/.