Der soziale Wohnungsbau soll unterstützt werden, doch was passiert mit dem ländlichen Raum?

Der Freistaat möchte mehr Geld in den sozialen Wohnungsbau fließen lassen. Damit soll auf die Preissteigerung reagiert werden, die vor allem im urbanen Raum spürbar ist. In den Jahren 2021 und 2022 sollen daher jeweils 74,3 Millionen Euro für den Bau von sozialen Wohnungen investiert werden. Ziel ist es außerdem Wohnungseigentümer, die kein Geld für mögliche Sanierungsarbeiten haben, zu unterstützen.

Es handelt sich hierbei vor allem um einen Vorstoß von der SPD. Wobei die Grünen auf eine sogenannte „Mietpreisbremse“ drängen, die die Mieterhöhung bei Neuvermietung regulieren will. Sicherlich, das Thema um die explodierten Wohnpreise in den Großstädten ist ein wichtiges, aber wir dürfen dabei nicht den ländlichen Raum aus den Augen verlieren. Das Ungleichgewicht zwischen dem urbanen und dem ländlichen Bereich ist schon jetzt groß und darf nicht durch sozialistische Scheinlösungen noch größer werden. Ich verweise nur beispielshaft einmal auf die Ruinen der Altbausubstanz aus der DDR.

Auch wenn sich Grüne und Linke primär mit sozialistischer Politik auf die Großstädte fokussieren, vermutlich, weil dort ein großer Teil ihrer Wählerschaft liegt (die sich teuren Wohnraum sogar leisten kann und will), dürfen wir den ländlichen Raum nicht vergessen. Im Gegenteil: wir müssen ihn sogar wieder stärken!

Wir als Partei haben schon vor längerer Zeit vorgeschlagen, auf die Grunderwerbssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum zu verzichten, wenn jemand Eigentum erwerben möchte. Darauf müssen wir auch weiter unseren Fokus richten. Aber auch mit rein finanzieller Unterstützung bei Wohnungen ist es nicht getan. Einkaufsmöglichkeiten sind neben einer Schule und der Nahverkehrsanbindung die Voraussetzung dafür, dass die Menschen auch wieder gerne in ländlichen Bereichen wohnen und aus der Großstadt dort hin ziehen. Die Vorzüge zu der Stadt sind nämlich auch für die Lebensqualität nicht zu unterschätzen.