Die Corona-Pandemie befördert die Langzeitarbeitslosigkeit

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen könnte als Folge des Dauer-Lockdowns ein neues Rekordhoch erreichen. Im März waren in Sachsen rund 52.600 Menschen länger als zwölf Monate arbeitslos gemeldet, das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.

Das sind beunruhigende Zahlen und für den Agentur-Chef Klaus-Peter Hansen ein deutliches Signal: „Solange der Lockdown gilt, wird auch die Langzeitarbeitslosigkeit Monat für Monat steigen.“ Das sind erschreckende Zahlen, die so hoch sind, wie seit 2017 nicht mehr. Auch das ist für Hansen ein Grund zur Beunruhigung: „Der Erfolg der vergangenen Jahre schmilzt wie Schnee im Frühling.“

Außerdem sollte man hinzufügen, dass das tatsächliche wirtschaftliche Ausmaß der Lockdown-Pandemie erst in Monaten, wenn nicht sogar erst in Jahren, abzusehen sein wird. Die erneute Integration der Menschen in den Arbeitsmarkt wird zudem deutlich schwerer werden, da vermutlich viele von ihnen aus dem Niedriglohnsektor stammen.

Es ist sicherlich nicht so, dass die Menschen nicht arbeiten wollen, aber welche Perspektive kann man ihnen geben, wenn die Wirtschaft des Landes bewusst auf ein Minimalmaß gedrückt wird?

Auch die möglichen psychischen Schäden dieser bevorstehenden Langzeitarbeitslosigkeit sind nicht zu unterschätzen: Streit in der Familie und Armut der Kinder könnten ebenfalls negative Nebeneffekte davon sein. Der sogenannte Rattenschwanz hinter der derzeitigen Situation ist viel größer als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Es wird Zeit, dass die Regierung weiteren Schaden vom ganzen Land abwendet.