Die Folgen von falscher Prioritätensetzung: Jetzt müssen Polizeistudenten als Lückenbüßer herhalten!

Dass Prioritätensetzung wahrlich nicht die größte Stärke der sächsischen Landesregierung ist, sollte in den vergangenen Wochen eigentlich unübersehbar geworden sein. Während sich in Belarus auch weiterhin tausende von illegalen Migranten auf der Suche nach einem Weg in die Bundesrepublik Deutschland befinden, setzt das Innenministerium im Freistaat die Prioritäten an ganz anderer Stelle: bei der Umsetzung von coronabedingten unverhältnismäßigen Demoverboten an der frischen Luft!

Die geht inzwischen sogar so weit, dass mehrere hundert der weitestgehend unausgebildeten Polizeistudenten von der Hochschule der Sächsischen Polizei nun ihren Weihnachtsurlaub erst einmal vergessen können, um stattdessen ab nächster Woche mit im vorgezogenen Praktikum bei der Kontrolle der Corona-Maßnahmen auszuhelfen. Dass von den gut 400 für den Einsatz eingeplanten Studenten nur etwa 160 bereits Berufserfahrung im Polizeialltag vorweisen können, wird an dieser Stelle anscheinend bewusst ignoriert. Die mögliche Überforderung der unerfahrenen Kollegen scheint den Freistaat an dieser Stelle nicht sonderlich zu interessieren.

Die Situation ist zum Verzweifeln: Bereits seit Jahren herrscht in der Sächsischen Polizei ein ausgeprägter Personalmangel. Zu wenige Einstellungen, zu viele Ausbildungsabbrecher kritisieren wir seit Jahren. Die vollkommen überarbeiteten Polizisten müssen nun auch noch die unverhältnismäßigen Demo-Verbote des Freistaats durchsetzen. Der Geduldsfaden ist bei einigen offenbar schon gerissen und unverhältnismäßige Maßnahmen häufen sich. Anstatt Polizisten im Studium ausreichend theoretisch auf ihre zukünftigen Aufgaben als Polizeibeamte vorzubereiten, dürfen sie nun Ordnungsgelder für „Corona-Spaziergänger“ verteilen. Gerade in Anbetracht der weiterhin steigenden Masse illegaler Migranten in Sachsen wirkt dieser Umstand beinahe schon hämisch.

Es befinden sich von ca. 12.000 Polizisten in Freistaat etwa 780 in Coronabedingter Isolation oder Quarantäne – 1.000 weitere sind nach Gewerkschaftsangaben wegen Langzeiterkrankungen nicht dienstfähig- darunter KEIN bekannter Fall von „Long Covid“. Die restlichen Polizisten sind nun für die Überwachung von grundrechtlich eigentlich garantierten und selbstverständlichen Demonstrationen gegen die existenzgefährdenden und historisch einmaligen Corona-Maßnahmen beschäftigt.