Die Kriminalitätsrate in Görlitz ist immer noch zu hoch

In der Sächsischen Zeitung fragt man sich, warum die Quote an Straftaten in Görlitz besonders hoch ist. Dabei ist die Antwort auf die Frage doch ebenso klar wie die Lösung des Problems: Wir brauchen verschärfte Grenzkontrollen!

Im Vergleich zum Jahr 2019 ist die Zahl der Straftaten in Görlitz unverändert hoch geblieben. Der Grund für die hohe Kriminalitätsrate ist zweifelsohne die Grenzlage der Region, das ist längst bekannt. Diese Lage erfordert deshalb auch verschärfte Maßnahmen. Es ist ja nicht so, als wären wir gegen diese hohe Kriminalitätsrate machtlos.

Mit einer Quote von 7.464 Straftaten auf 100.000 Einwohner gerechnet, liegt der Kreis Görlitz nur knapp hinter Chemnitz und Dresden. [1] Spitzenreiter im sächsischen Vergleich ist nach wie vor Leipzig. Mit unserer Quote liegen wir also fast auf Großstadtniveau. Die Stadt Görlitz selbst ist seit Jahren mit Berlin zu vergleichen. Das ist eindeutig zu hoch.

Mehrmals habe ich darauf hingewiesen, dass wir unsere Grenzkontrollen, vor allem zur polnischen Seite, verschärfen müssen. Wenn die Verbrecher so agieren können, als gäbe es keine Grenze, dann muss das die Polizei auch können. Ein großes Problem bei der hohen Kriminalitätsrate ist nämlich, dass viele suspekte Personen hinter der jeweiligen Staatsgrenze kontrolliert werden können.

Das muss sich ändern. Wir müssen stärker mit den polnischen Kollegen zusammenarbeiten und brauchen eine gemeinsame Streife 24/7. Rund um die Uhr muss auch die Grenze überwacht werden, damit wir die Kriminalität eindämmen können.

[1] https://www.saechsische.de/goerlitz/lokales/kriminalitaet-im-kreis-goerlitz-auf-grossstadt-niveau-5407529-plus.html