FDP schließt Impfpflicht für Pflegeberufe nicht mehr aus – Kaum versprochen, schon gebrochen!

So schnell kann es manchmal gehen: Nicht einmal zwei Monate nach der Wahl werden schon wieder im Wahlkampf gemachte Versprechen gebrochen. Insbesondere beim Thema „Impfpflicht“ gibt es eine Partei, die dabei jetzt vorne ansteht: Die FDP unter Christian Lindner.

Während die „Liberalen“ sich während des Wahlkampfes als Vertreter einer lockeren Corona-Politik gaben, haben sie nun binnen weniger Wochen eine 180-Grad-Wendung vollzogen. Auf dem Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung hat der gelbe Parteichef nun nämlich verkündet, dass für ihn eine Impfpflicht für Menschen bestimmter Berufsgruppen doch plötzlich in Frage käme. Die Impfpflicht könne auch „ethisch begründet werden“. Man müsse nun „offenbleiben und seine Positionen überdenken“.

So schnell können Wahlversprechen gebrochen werden – auch, wenn es eigentlich niemanden überraschen sollte. Die AfD hat sich als einzige Partei von Anfang an konsequent gegen Lockdowns und die Benachteiligung von Ungeimpften gestellt. Dass nun auch noch Arbeitern in Gesundheitsberufen eine direkte Impfpflicht aufgedrückt werden soll, ist eine bodenlose Frechheit und vor allem eines: nicht zielführend!

Die Erfahrung zeigt, dass trotz Impfung eine Übertragung des Corona-Virus stattfinden kann; gerade deshalb ist zum Schutz der hohen Anzahl von Risikopatienten in der Pflege lediglich eine Herangehensweise sinnvoll und konsequent: das kontinuierliche Testen – anders lassen sich die verwundbaren Gruppen nicht schützen! Andere Strategien verfehlen das Ziel und sind nur eine weitere Drangsalierung Ungeimpfter.

Insbesondere junge Frauen in den Pflegeberufen beäugen die Impfung gegen Corona weiterhin skeptisch – vor allem aufgrund der ungeklärten Folgen auf die eigene Fruchtbarkeit. Und das ist auch absolut legitim! Noch vor einem Jahr wurden Pfleger als die Helden des Alltags gelobt – inzwischen sollen sie unter Androhung der Arbeitslosigkeit zur Impfung gedrängt werden. An jeder Ecke wird von einer „Überbelastung der Krankenhäuser“ gesprochen – und im gleichen Atemzug eine Impfpflicht für eben jenes Personal gefordert. Dass die Krise so durch Berufsaufgabe effektiv nur noch weiter verschärft wird, scheinen pseudoliberale wie Christian Lindner aber wohl nicht einsehen zu wollen.