Fraktionen im Bundestag lehnen sämtliche AfD-Ausschusskandidaten ab – Ein politisches und undemokratisches Machtspiel!

Es war schon fast zu erwarten: Nachdem sich bundesweit mediale und politische Empörung breitmachte, weil den Kollegen aus der Bundestagsfraktion die Vorsitze im Innen-, Gesundheits-, sowie Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungen zugestanden hätte, wurde erstmals auf eine Abstimmung über die Kandidaten für den Vorsitz bestanden und sämtliche Aspiranten abgelehnt – obwohl diese all die Jahre zuvor immer einfach per Akklamation bestätigt wurden.

Wer sich näher mit unseren vorgeschlagenen Kollegen auseinandersetzt, wird die Willkür in der Entscheidung feststellen. Allen voran der Vorsitzkandidat für den Innenausschuss dürfte für den Posten mehr Qualifikation aufweisen als ein Großteil der anderen Ausschussangehörigen! Vorgeschlagen wurde Martin Hess; seines Zeichens ebenfalls Polizist und unter anderem sogar Dozent an der Hochschule der Polizei in Baden-Württemberg. Ich selbst kenne Hess als einen zuverlässigen und pflichtbewussten Mann, der durch seine langjährige Berufserfahrung für den Posten maßgeschneidert sein dürfte. Doch das selbstbewusste und faktenbasierte Auftreten des Kollegen dürfte für die Angehörigen der anderen Bundestagsfraktionen wohl zu einschüchternd gewesen sein.

Wieder einmal beweisen die Angehörigen des -diesmal muss man es einfach so sagen- Altparteienkartells mit diesem Schritt, dass ihnen demokratische Werte unserer Bundesrepublik bei weitem nicht so wichtig sind, wie sie es in der Öffentlichkeit immer wieder gebetsmühlenartig darstellen! Doch für die eigenen ideologischen Positionen scheinen die anderen im Bundestag vertretenen Parteien auch gewillt zu sein, die Funktionsfähigkeit der Ausschüsse aufs Spiel zu setzen.