Görlitzer Art – Geldverschwendung auf Kosten der Allgemeinheit!

Über die Qualität der so genannten Kunst im öffentlichen Raum in der Stadt Görlitz wird derzeit heftig diskutiert. In diesem Jahr war es offensichtlich ein teurer Schlag ins Wasser. Kaum jemand äußert sich positiv zu den sinnlosen und störenden Lautsprecherdurchsagen auf dem Wilhelmsplatz. Als ob die Anwohner und Schüler in der Umgebung nicht genug mit dem täglichen Lärm und Schmutz konfrontiert wären.

Die billige und handwerklich schlecht gebaute Installation an der Stadtbrücke schlug dem Fass den Boden aus. Die „Künstlerin“ ist wohl eher eine politische „Aktivistin“. Sie hat sich vertragswidrig mit ihrer „Kulisse“ an der Stadt bereichern wollen und den Frieden mit den polnischen Nachbarn bewusst gestört. Alles in allem hat sie durch diese Aktion Aufmerksamkeit für sich erregt und die Bürger der Europastadt zweieinhalb Monate dazu gezwungen, ihren (leider finanziell nicht so) billigen Schund anzusehen. Die Stadt hätte das Werk umzäunen und die Bürger vor diesem unerfreulichen und störenden Anblick schützen müssen!

Das ganze Projekt soll die Allgemeinheit 187670 Euro kosten! Wer zahlt dafür? 67670 € kommen aus der leeren Stadtkasse. Wir erinnern uns an gestiegene Parkgebühren, Kitabeiträge, Grundsteuer sowie weitere Taschenleerende Maßnahmen! Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien gibt 35000 € dazu. Das entspricht fast den Gebühren einer Viertelmillion Onlineüberweisungen.

15000€ gibt der Freistaat aus seiner Werbekampagne „so geht sächsisch“ dazu – ebenfalls Steuergeld. Wenn so „sächsisch geht“ und für uns geworben werden soll, dann grenzt das ans Geldverbrennen. Aber die Mittel müssen ja irgendwo hin. Der „Kulturraum Oberlausitz- Niederschlesien“ gibt 25000€ Steuergeld aus seinem Budget dazu. Wollten wir nicht die Theater dringend sanieren?

Die Stadtwerke Görlitz geben 10000 € dazu. Sicher ein kleiner Betrag, der in Zeiten steigender Energiepreise beim Endkunden wohl besser aufgehoben wäre. Die KommWohnen Görlitz GmbH gibt ebenfalls 15000 € dazu. Die Mieter wird es freuen, müssen sie doch die Rechnung für den städtischen Großvermieter begleichen und allfällige Mieterhöhungen tragen. Allein die Kulturstiftung des Freistaates mit ihrem 25000 € betragenden Anteil ist nachvollziehbar.

In Zukunft muss ganz genau geschaut werden, wofür öffentliches Geld ausgegeben wird. Und wenn die Mehrheit des Stadtrates ein vergleichbares Projekt für wünschenswert hält, so muss auch der Stadtrat das entscheidende Mitspracherecht bei der Auswahl der Projekte haben, damit sich die Bürger auch bei der Auswahl wiederfinden.