„Ich bin nicht Polizist geworden, um Leute zu bespitzeln.“

In Sachsen beklagen sich Polizisten über die übertriebenen Corona-Verordnungen. Laut einer Umfrage bei den sächsischen Polizisten halten ein Drittel die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus für übertrieben.

„Ich bin nicht Polizist geworden, um Leute zu bespitzeln oder herauszufinden, ob drei Omas im Park aus zwei oder drei Haushalten stammen” beschwerte sich ein Polizist, der anonym bleiben will.

Wie die BILD berichtet, wollte das Sächsische Innenministerium die 100 Seiten starke Studie lieber geheim gehalten. Das Polizei-Institut hat sie auf eigene Faust veröffentlicht. Besonders heikel sind in der Studie Passagen, in denen Polizeibeamte darauf hinweisen, dass durch die radikalen Corona-Maßnahmen das Vertrauen der Bürger gegenüber der Polizei weiteren Schaden nehmen könnte. Man ist sich dort über das vorhandene Misstrauen bewusst.

Das zeigt, wie polarisiert die Stimmung in der Gesellschaft, der Politik und auch innerhalb der Polizei ist. Einer Pauschalkritik an unserer Polizei muss daher eine klare Absage erteilt werden. Natürlich haben sich einige Polizisten auf Corona-Demonstrationen oder bei der Kontrolle von Privatpersonen Grenzen überschritten, doch wir dürfen das niemals auf die ganze Polizei übertragen.