Markus Söder will uns vorschreiben, über welche Themen wir sprechen dürfen und über welche nicht

Das ist an Dreistigkeit und Verhöhnung der Wähler nur schwer zu überbieten! Der CSU-Chef will nicht nur mehr Afghanen nach Deutschland holen, sondern auch noch uns Bürgern vorschreiben, wie wir darüber zu urteilen haben. Wenn es nach Söder ginge, dürfe es nämlich keine „Instrumentalisierung der Migrationsfrage“ im Wahlkampf geben.

Diese Haltung sagt sehr viel über das Demokratieverständnis von Herrn Markus Söder aus. Außerdem ist durch diese Aussage klar, dass er das Problem der Migration als solches erkannt hat. Weil er und seine Partei aber seit Jahren keine Lösung dafür haben, will er im Wahlkampf nicht darüber sprechen. Das ganze Thema soll sogar aus dem Wahlkampf gestrichen werden. Wo sind wir bitte angekommen?!

Genau für das Verhandeln von Problemen in unserem Land sind der Wahlkampf und die Politik da. Und das ist die zentrale Aufgabe einer Opposition, der Regierung auf die Finger zu schauen. Daran lässt sich für den Wähler außerdem erkennen, wie sich die jeweiligen Parteien die Zukunft unseres Landes vorstellen und wie sie diese gestalten wollen.

Die Migrationsfrage ist nämlich im Gegenteil eine höchst politische. Daran besteht überhaupt kein Zweifel! Wir dürfen uns nicht so wie die CDU/CSU von der grünen Gesinnungsethik einlullen lassen. Für Migration muss es klare Regeln und Lösungen geben, denn die Konsequenzen trägt letztlich der Bürger und nicht Markus Söder. Wir brauchen uns nicht von Politikern vorschreiben zu lassen, wie wir darüber zu denken hat.

Egal wie der Herr Söder das findet: Wir werden das Thema Migration weiterhin in das Zentrum rücken. Es ist entscheidend für die Zukunft unserer Kinder und unseres Landes. Deshalb: Im September blau wählen!