Sachsens LKA-Chef Petric Kleine ist das Bauernopfer von Innenminister Wöller

Jetzt also doch. Der LKA-Chef aus Sachsen Petric Kleine muss seine Koffer packen. Nach dem „Munitionsskandal“ muss er jetzt den Kopf hinhalten und wird damit zum Bauernopfer. Vor einigen Tagen hatte der Innenminister Roland Wöller noch für eine saubere Aufarbeitung der Vorfälle plädiert, um dann in Ruhe eine Entscheidung treffen zu können.

Jetzt wurde der Druck anscheinend zu hoch für Wöller, sodass direkt zwei Personalentscheidungen getroffen wurden. Nicht nur Kleine wurde gefeuert, sondern auch der für die Spezialkräfte zuständige Abteilungsleiter im LKA Sven Mewes wurde freigestellt. Das innerhalb von einer Woche der ganze Vorfall sauber und detailliert aufgearbeitet wurde, so wie Wöller es angekündigt hatte, ist mehr als unwahrscheinlich.

Es ist offensichtlich, dass Wöller versucht mit der Entlassung der zwei Beamten den Druck von seiner eigenen Person zu nehmen. Nicht zuletzt Vertreter der LINKEN haben immer wieder auf eine schnelle Entscheidung gedrängt. Dass zwei verdiente Beamte dafür als Bauernopfer herhalten müssen, weil Wöller keine Verantwortung übernehmen kann, ist bedauerlich.