Tag der Bildung 2021 – Schülern endlich wieder normalen Unterricht ermöglichen!

Die Schulschließungen nehmen kein Ende – ob nun hier in Görlitz oder überregional im gesamten Freistaat: Seit der Verkündung der strengeren Corona-Verordnungen hat sich die Anzahl an Schulen kontinuierlich erhöht, die aufgrund von Corona-Fällen – oder gar nur präventiv – ihre Pforten wieder dicht gemacht haben. „Homeschooling“ heißt für viele Schüler jetzt wieder die Devise.

Und selbst jetzt nach anderthalb Jahren der Corona-Maßnahmen sind viele Schulen nicht für diese Art des Unterrichts gewappnet. Es mangelt nicht selten an technischem Knowhow oder Geldern von Seiten des Landes. Auch weiterhin leiden Schüler unter dem geringeren Kontakt zu Klassenkameraden, Freunden und auch Lehrern. Insbesondere lernschwache Schüler dürften seit dem letzten Jahr an den Rand der Verzweiflung getrieben werden.

Und all das, weil in einigen Klassen an vereinzelten Schulen Corona-Fälle auftauchen. Dass Kinder weder sogenannte „Superspreader“ sind noch irgendetwas vor dem Corona-Virus zu befürchten haben, interessiert dabei auch weiterhin nicht – wurde erst ein Fall festgestellt, werden sämtliche Klassenangehörigen wieder zum Heimunterricht verdonnert. Anstatt die infizierten Kinder Zuhause zu lassen und die gesunden regulär in der Schule zu unterrichten, werden so viele Schüler wieder einmal um ihr Recht auf Bildung gebracht!

Insbesondere in Anbetracht des heutigen Tages der Bildung sollten wir uns wieder einmal Gedanken darüber machen, wie genau die Zukunft unserer Kinder unter diesen Bedingungen ausfallen soll. Die Leistungsquote ist kontinuierlich am Sinken, Schüler werden nicht selten unkoordiniert mit Aufgaben von mehreren Lehrern konfrontiert, die sie ohne nennenswerte Unterstützung in kürzester Zeit lösen sollen. Leistungsabfall, psychische Erkrankungen und eine steigende Anzahl von Kindern in therapeutischer Betreuung sind die Folge.

In der Ausschusssitzung zur letzten Corona-Verordnung stellte ich die Frage, ob denn auch wirklich ein gehaltvoller Unterricht für die Schüler trotz Homeschooling gesichert sei – diese Frage wurde ohne Zögern bejaht. Bei Betrachtung der derzeitigen Umstände stelle ich fest, dass die Landesregierung an dieser Stelle doch nicht so vorlaut hätte sein sollen.