Zittau wartet weiterhin auf Überwachungskameras an der Grenze – Eine alte AfD-Forderung, die es endlich umzusetzen gilt!

Im Innenministerium staunte man wohl nicht schlecht, als die Kriminalstatistik im vergangenen Jahr ergab, dass die Anzahl der gestohlenen Fahrzeuge in Sachsen von 2019 auf 2020 um 76 Prozent gestiegen ist. Seitdem wurde eine bewährte Methode ins Spiel gebracht, die wir bereits seit Jahren predigen: Der vermehrte Ausbau von Überwachungskameras an den Grenzen zu Polen und Tschechien!

Insbesondere Görlitz profitiert seitdem von der verstärkten Videoüberwachung im Grenzgebiet: Seitdem der Freistaat hierfür mehr als eine Million Euro in die Hand genommen hat, konnten seit Dezember 2019 nach Angaben der Polizei durch Videoüberwachung allein in 340 Fällen Bilder und Videoclips von Tatverdächtigen oder Tatfahrzeugen gemacht werden; außerdem sind Eigentumsdelikte deutlich und nachhaltig zurückgegangen.

Leider hat das Ganze auch seine Tücken: Problem ist nun, dass Kriminelle aus dem Ausland nun auf andere Gemeinde ausweichen. Insbesondere Zittau leidet jetzt unter dieser Entwicklung – hier sind die Fallzahlen für Eigentumskriminalität in Folge im letzten Jahr gestiegen. Es gilt daher, die Videoüberwachung an der Grenze auch weiter auszubauen, um Schlupflöcher so weit wie möglich zu stopfen!

Eines darf derweil aber nicht außer Acht gelassen werden: Kameraüberwachung allein löst das Problem nicht. Viel mehr muss auch hier in Sachsen endlich eingesehen werden, dass es in den Sicherheitsbehörden einer Personalaufstockung bedarf. Ermittlungen haben am Ende des Tages trotz Videomaterial keinen Erfolg, wenn es an allen Stellen an Beschäftigten mangelt, welche das Material auch auswerten. Daher gilt es, in Sachsen bereichsübergreifend mehr Geld in die innere Sicherheit zu investieren – und dazu gehören neben Kameras an der Grenze eben allen voran auch Gelder für den personellen Ausbau der Ermittlungsbehörden!